Besucherzentrum Mallnitz des Nationalpark Hohe Tauern


Nationalpark-Schulprojekt „Die Alpenrobben"


Schüler*innen als internationale Botschafter für Nationalpark-Spezialisten


Die Alpenrobben: Es handelt sich dabei um 28 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich, die zwei Jahre lang intensiv zusammenarbeiten und sich für die Nationalparks engagieren werden. Konkret leben die Protagonistinnen und Protagonisten im oberen Mölltal, im Nationalpark Hohe Tauern, und in Ostfriesland, im Nationalpark Wattenmeer. Nun fand zeitgleich in Deutschland und Österreich der Auftakt ihrer Kooperation als „Live-Schaltung“, moderiert von den Schülerinnen und Schülern, statt. Sie befragten die Leiter der beiden Nationalparks, Vertreterinnen und Vertreter von Politik, aus dem Bildungsbereich und aus den Nationalpark-Gemeinden.

„Die Schülerinnen und Schüler wollen die Besonderheiten beider Nationalparks entdecken, sich über die Landesgrenzen hinweg vernetzen und in weiterer Folge auch von ihren Ideen und Erlebnissen berichten“, freut sich Nationalpark-Referentin Sara Schaar, beim Auftakt vertreten durch Landtagsabgeordnete Christina Patterer, die Grußworte überbrachte. „Wir brauchen Jugendliche, die sich sowohl für ihre Region, für ihre Natur- und Kulturlandschaften als auch für den Naturschutz regional und weltweit einsetzen“, so Schaar, die das Projekt Alpenrobben als zentrales Element der Bildungsarbeit des Ersten Europäischen Klima- und Umweltbildungszentrums (EKUZ) in Mallnitz sieht. Im Rahmen des EKUZ, gegründet im Jahr 2020, arbeiten mehrere Partner (Land Kärnten, Gemeinde Mallnitz, Verein ProMÖLLTAL, Alpenverein Österreich, GRIPS e.U., Hohe Tauern – die Nationalpark-Region in Kärnten Tourismus GmbH) an der Weiterentwicklung des Nationalparks Hohe Tauern, u. a. auch mittels nationaler und internationaler Vernetzung für proaktiven Klimaschutz. „Es geht genauso um Bewusstseinsbildung in Klima- und Umweltfragen und da macht es nur Sinn, bei den Jüngsten anzusetzen. Die Jugendlichen sind unsere wichtigsten Klimabotschafterinnen und -botschafter“, so Schaar.

„Das Projekt Alpenrobben ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und eine großartige Initiative für den Nationalpark-Gedanken“, sind die Leiter beider Nationalparks Peter Rupitsch und Peter Südbeck überzeugt. Obwohl die beiden Nationalparks unterschiedlicher nicht sein könnten – hier schroffe Gipfel, Gletscher und Almen, dort ausgedehnte Watt-Landschaften, das Meer und Salzwiesen –, haben sie doch vieles gemeinsam. In beiden Gebieten gibt es ähnliche Herausforderungen und Chancen für Mensch und Natur. Diese wollen die Mittelschule Winklern und die Haupt- und Realschule Friedeburg erkunden. „Das Projekt stellt eine Weiterentwicklung unserer Nationalpark-Schule dar. Kinder, die sich aktiv und in der Freizeit für den Nationalpark stark machen, sind Goldadern für unsere Region“, so die Direktorin der Mittelschule Winklern Irmhild Ludwiger.

Projektleiterin Gudrun Batek (GRIPS e.U.) konkretisiert: „Hier geht es nicht um klassische Umwelt-Bildung. Die Kinder moderieren, recherchieren und diskutieren. Dabei entwickeln sie Entscheidungs- und Handlungskompetenzen, die sie ihr ganzes Leben lang brauchen können.“
In den kommenden Monaten packen die Schülerinnen und Schüler einen Koffer, gefüllt mit Geheimnissen aus ihrem Nationalpark. Dieser Koffer macht sich dann auf eine 1.000 Kilometer lange Reise in die Partnerschule, wo eine Ausstellung daraus entsteht, die von der gesamten Schule besucht wird. Im Juni 2022 werden sich die Kinder erstmals richtig begegnen. Dann besuchen die Alpenrobben aus Ostfriesland das Mölltal.

Alle Infos gibt es unter www.alpenrobben.com